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Talsperre Kriebstein in Sachsen

Seit 1909 gibt es Überlegungen und Projekte, die Wasserkräfte der Zschopau einer intensiveren Nutzung zuzuführen.
In der Zeit nach dem 1.Weltkrieg veranlasst der Sächsische Staat die Errichtung einer Anzahl von Talsperren und Kraftanlagen, unter anderem auch die der Talsperre Kriebstein. Zwischen dem Ortsteil Weißthal der Stadt Mittweida und Kriebethal in der Nähe von Waldheim, mit einem Gefälle von reichlich 20 m auf wenigen Kilometern bietet sich hervorragend dafür an.
Die Zschopau durchfloß damals ein einsames, walderfülltes Engtal, das beachtliche landschaftliche Reize bot und an dem keine Ortschaften lagen. Die benachbarten Ortschaften lagen alle oberhalb der Hänge. Vor Kriebethal thronten auf der einen Seite des Flusses auf schroffem Fels die Burg Kriebstein und auf der anderen Seite das Schloß Ehrenberg. Als einzigste musste die Lauenhainer Mühle weichen. Diese war zu diesem Zeitpunkt eine Gaststätte und ein sehr beliebtes Ausflugsziel der Mittweidaer Studenten. Sie und die Pappenfabrik lagen im unmittelbaren Staubereich.
Die Errichtung der Talsperre wurde 1927 begonnen und Ende 1929 vollendet. Mit dem Anstau entstand ein völlig neues Landschaftsbild, und die Region wurde fortan zu einem Besuchermagnet.